Yoga - eine philosophische Lehre
Yoga oder auch Joga ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre. Man unterscheidet im Yoga zwischen unterschiedlichen geistigen und körperlichen Übungen. Oft genannte sind Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Kriyas, Meditationen und Askese. Yoga bedeuten in der freien Übersetzung entweder Vereinigung oder Integration, wobei diese Begriffe wohl nicht wirklich den eigentlichen Sinn in das deutsche Übersetzen. Viele Hindus betreiben Yoga als Form der Gotteserkenntnis. Sie versuchen durch die körperlichen und geistigen Übungen ihren Göttern näher zu kommen. Dazu praktizieren sie die Übungen entweder im Stehen, Sitzen oder im Liegen auf der Yogamatte. Yoga ist eine der klassischen Schulen aus den indischen Darshanas-Philosophien. Yoga kann man schwer auf einen gemeinsamen Nenner reduzieren, weil es unterschiedlichste Formen der Ausübung gibt. Vor allem in unserem Kulturkreis wird Yoga mehr mit den körperlichen Übungen, als mit den geistigen Übungen in Verbindung gebracht, weil wir den letztlichen Punkt der Gotteserkenntnis nicht immer in Anspruch nehmen möchten und hierfür ist der Aspekt der geistigen Übungen fundamental. In westlichen Ländern wird das Turnen auf der Yogamatte deshalb oft als Trendsport betrieben und vor allem von Hausfrauen praktiziert. Der esoterische Hauch des ganzen verleiht dem Yoga eine gewisse Tiefgründigkeit, welche der Zielgruppe in anderen Bereichen des Lebens fehlt. Mit diesem Anspruch ist es schade, dass nicht mehr Wert auf die Gotteserkenntnis gelegt wird, weil dieser Motor im Prinzip die besten Voraussetzungen für einen totalen Einklang mit sich selbst darstellt.