Ballett als Sportart
Um Ballett als Sport zu betreiben, braucht es Jahre lange übung und viel, viel Geduld und noch mehr Selbstbeherrschung um die formalisierten Posen und Schrittfolgen aus denen Ballett besteht, richtig beherrschen zu lernen. Das klassische Balletttraining basiert auf der Arbeit an der Barre (Stange) und den übungen im Milieu (in der Mitte des Raumes). Man übt in der Regel zuerst an der Stange, um sich auf die Grundtechniken vorzubereiten. Der Körper muss dabei immer zentral gehalten werden, auch wenn die Höhe des Körpers mittels Plié, Tendue und Relevé verändert wird. Dabei ist es ganz egal ob man auf einem oder auf zwei Beinen steht. Die Stange hilft hier anfangs vor allem dabei, das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Auch die Bewegungen des Kopfes, der Arme und der Beine werden an der Stange einstudiert. Ballett bedeutet hochgradige Präzisionsarbeit, dessen sollte sich jeder angehende Schüler bewusst sein. Gerade deshalb beginnen so viele schon in ganz jungen Jahren mit dem Ballett, da die Leistungen, die man für diesen Sport erbringen muss, anders fast gar nicht mehr zu bringen sind.
Wer die übungen an der Stange beendet hat, begibt sich ins Milieu, das heißt er oder sie stellt sich in die Mitte des Raumes, wo erneut übungen ohne Stange durchgeführt werden. Im Bereich der Schrittfolgen gibt es das Adagio, die Pirouetten, das petit Allegro und das grand Allegro.
Petit Allegro sind viele kleine Sprünge hintereinander, das grand Allegro entsprechend große Sprünge. Zu jeder Schrittfolge existieren verschiedene Schwierigkeitsgrade, die vom Lehrer in freier Kombination geübt werden können.