Ballett in Berlin
Berlin ist nicht nur die politische Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, sondern kann guten Gewissens auch als kulturelle Hauptstadt des Landes bezeichnet werden. Kulturelle Angebote gibt es viele und natürlich auch im Bereich Ballett lässt sich unsere Spree-Metropole nicht lumpen.
Bereits im Jahre 1742 mit der Gründung der damaligen Hofoper Unter den Linden gab es in Berlin eine Ballettcompagnie. Da man teure Tänzer aus Paris rekrutieren musste, wurde schnell die erste Ballettschule gegründet. 1794 führte man das erste eigenständige Ballett am Gendarmenmarkt auf und machte das Ballett zu einer eigenen Kunstform. Um das Jahr 1813 wird Berlin neben Wien und Stuttgart zur Hauptstadt des Balletts. Den Gipfel seines Erfolgs erlebt das Berliner Ballett um 1856 als Paul Taglioni, der aus einer der berühmtesten Ballett-Familien aller Zeiten stammt, Premier Danseur wird. Gegen 1890 legt sich die Begeisterung für Ballett in Europa. Diesem Trend wirkt Emil Graeb entgegen und nimmt damit eine Entwicklung vorweg, die andernorts erst nach dem Ersten Weltkrieg einsetzt. Nach Ende des Krieges beginnt die Entwicklung in Richtung des modernen Tanzes. Im nationalsozialistischen Berlin werden altpreußische Traditionen im Ballett-Ensemble umgesetzt, wohingegen ab 1945 die russische Schule in Berlin Einzug hält. Es beginnt eine Zeit des lebhaften Ballettbetriebs und der vielseitigen Spielpläne.
Die Komische Oper, erlangt internationale Relevanz und eine breites Publikum mit dem Anspruch den Tanz als Gestaltungsart eines Ereignisses zu sehen und berührt die Menschen, die die Vorstellungen besuchen zutiefst.
Das Ballett der Städtischen Oper öffnet sich den internationalen Strömungen und erstellt seinen Spielplan auf Basis des klassisch-akademischen Tanzes.